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Blut, Drama und große Stimmen: „Dracula" erobert Berlin

Mit viel Spannung wurde die Berlin-Premiere von Dracula - Das Musical am 1. Mai erwartet und das Stück zeigte eindrucksvoll, warum es bereits in anderen Städten überzeugen konnte.


Schon vor Beginn lag eine gewisse Unruhe im Saal: Jan Ammann, der in der Bewerbung der Produktion eine zentrale Rolle spielt, stand am Premierenabend nicht auf der Bühne. Auch wenn dies im Vorfeld bekannt war, sorgte es bei Teilen des Publikums für eine unangenehme Überraschung. Eine Stimmung, die jedoch nicht lange anhalten sollte.



Denn bereits mit den ersten Szenen zog die Inszenierung das Publikum in ihren Bann. Das Bühnenbild präsentierte sich bewusst reduziert, setzte aber genau dadurch starke Akzente. In Kombination mit präzise eingesetzten Licht- und Soundeffekten entstand eine dichte, teils beklemmende Atmosphäre, die perfekt zur düsteren Welt des Grafen passte. Einzelne bewusst skurrile Momente unterstrichen dabei die Andersartigkeit der Geschichte und fügten sich stimmig ins Gesamtbild ein.


Im Zentrum stand ein starkes Ensemble, das den Abend trug. Als Graf überzeugte Thomas Schreier mit stimmlicher Kraft und intensiver Präsenz. Er verlieh der ikonischen Figur eine eigene Interpretation und gewann das Publikum schnell für sich.


Auch die weiteren Rollen waren hochkarätig besetzt: Besonders die Darstellungen von Mina und Lucy beeindruckten mit emotionaler Tiefe und gesanglicher Stärke. Ein herausragender Moment des Abends war zudem die Performance von Renfield, die schauspielerisch zu den intensivsten und eindringlichsten des gesamten Stücks zählte.


Erzählt wird die bekannte Geschichte um Graf Dracula – voller Leidenschaft, Dunkelheit und innerer Konflikte. Die Mischung aus dramatischer Handlung, eindringlicher Musik und atmosphärischer Inszenierung sorgte für ein durchgehend fesselndes Erlebnis.



Am Ende zeigte sich: Die Produktion überzeugt auf ganzer Linie. Was zu Beginn noch für Gesprächsstoff sorgte, trat schnell in den Hintergrund; getragen von einer Inszenierung, die visuell wie musikalisch begeistert und einem Ensemble, das die Geschichte mit spürbarer Hingabe zum Leben erweckt.


Wer die Chance hat, sollte sich dieses Musical nicht entgehen lassen: In Berlin ist „Draculanoch bis zum 7. Juni zu sehen, bevor es vorerst wieder von den Spielplänen verschwindet. Angesichts der starken Resonanz darf man sich jedoch schon jetzt auf weitere Termine in den kommenden Jahren freuen. Tickets sind für 2027 und sogar 2028 schon buchbar. Berlin ist bisher nicht mehr als Stopp eingeplant, aber ein Besuch lässt sich auch wunderbar mit einem Städtetrip verbinden.

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